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Künstliche Intelligenz in Quanty

Version 1.0 · 18.09.2026

Diese Seite erklärt, wo in Quanty künstliche Intelligenz arbeitet, wer wofür verantwortlich ist und was die KI nicht tut. Wir veröffentlichen sie, um die Transparenzpflicht aus Art. 50 der Verordnung 2024/1689 (KI-Verordnung) zu erfüllen und damit unsere Kunden sie ihren eigenen Nutzern zeigen können.

1. Rollen

Wir sind Anbieter des KI-Systems: Wir bauen Quanty, wählen die Modellanbieter, setzen die Schutzmechanismen und bringen das System unter eigenem Namen in Verkehr.

Unser Kunde ist Betreiber: Er entscheidet, wofür er das System einsetzt, wie er den Assistenten konfiguriert und welche Daten er eingibt. Die Information der eigenen Nutzerinnen und Patienten sowie die Kompetenz des eigenen Personals liegen bei ihm.

Personen, die mit der KI-Sekretärin sprechen, werden zu Beginn des Gesprächs darauf hingewiesen, bevor sie Angaben machen.

2. Wer die Modelle bereitstellt

KI-Funktionen in der Anwendung, also Chat, KI-Spalten sowie die Erstellung von Dokumenten, Präsentationen und Dashboards, laufen auf Claude-Modellen von Anthropic, bereitgestellt über Amazon Bedrock in Amazon Web Services. Dort nutzen wir außerdem Modelle für Vektor-Embeddings, für die Neuordnung von Suchergebnissen und für Transkription.

Die vom Nutzer ausgelöste Websuche betreibt Exa.

Anrufe der KI-Sekretärin verarbeitet Eleven Labs: Spracherkennung, Gesprächsführung, Sprachsynthese und Zusammenfassung. Das gesprächsführende Sprachmodell stammt von Google (Gemini sowie Claude in Google Cloud) oder von OpenAI (GPT-Modelle), je nach Konfiguration und Ersatzmodell.

Die vollständige Übersicht der Anbieter, Verarbeitungsorte und Übermittlungsgarantien steht unter /subprocessors.

3. Was die KI tut

Sie liest Inhalte, auf die Sie sie selbst richten, und antwortet auf dieser Grundlage.

Sie füllt Spalten in Tabellen nach Ihrer Anweisung, etwa durch Klassifizieren, Zusammenfassen oder Herausziehen eines Werts aus einem Dokument.

Sie entwirft Dokumente, Präsentationen und Dashboards.

In der KI-Sekretärin führt sie ein Telefongespräch, gibt organisatorische Auskünfte und speichert das Anliegen in einer Tabelle.

4. Was die KI nicht tut

Sie entscheidet nicht für Sie. Das Ergebnis ist Material zur Prüfung, kein Beschluss.

Sie erteilt keine medizinische, rechtliche, steuerliche oder Anlageberatung.

Sie bewertet keine Symptome, bestimmt keine Dringlichkeit, entscheidet nicht über Leistungsansprüche und erstellt keine Prioritätenlisten.

Sie erkennt niemanden an der Stimme. Wir erstellen keinen Stimmabdruck und kein anderes biometrisches Profil.

Sie erstellt keine Profile und trifft keine Entscheidungen mit Rechtswirkung gegenüber Personen.

Sie lernt nicht aus Ihren Daten. Kundeninhalte nutzen wir nicht zum Training von Modellen.

5. Ein Mensch prüft das Ergebnis

Sprachmodelle können ungenau sein und Angaben machen, die glaubwürdig klingen und falsch sind. Das gilt für alle Anbieter.

Deshalb muss jedes Ergebnis, aus dem eine Handlung folgt, von einem Menschen geprüft werden. In der KI-Sekretärin bearbeitet stets das Personal der Einrichtung das Anliegen, und ein Termin wird von einem Menschen bestätigt.

KI-erzeugte Inhalte kennzeichnen wir in der Oberfläche. Die Ausweitung dieser Kennzeichnung auf Exporte ist geplant.

6. KI-Sekretärin: was anrufende Personen hören

Zu Beginn jedes Gesprächs sagt der Assistent, dass er ein Programm auf Basis künstlicher Intelligenz ist und in wessen Namen er handelt. Diese Ansage lässt sich in der Konfiguration nicht abschalten oder kürzen.

Der Assistent weist darauf hin, dass das Gespräch gespeichert und von der Einrichtung sowie ihren Technologieanbietern auch außerhalb der Europäischen Union verarbeitet wird, und nennt, wo die vollständige Datenschutzinformation zu finden ist.

Auf die Frage, ob man mit einem Menschen spricht, antwortet der Assistent wahrheitsgemäß.

Bei Anzeichen einer Lebensgefahr bittet der Assistent, aufzulegen und 112 zu wählen. Er bewertet den Zustand nicht und verbindet nicht mit dem Notruf.

Anrufende Personen können darum bitten, mit einem Menschen zu sprechen.

7. Die KI-Sekretärin ist kein Medizinprodukt

Die KI-Sekretärin ist ein administratives Werkzeug zur telefonischen Anliegenaufnahme im Namen einer Einrichtung: Sie gibt organisatorische Auskünfte wie Öffnungszeiten, Adresse, Leistungsangebot und Preise, erfasst Kontaktdaten und die Beschreibung des Anliegens und speichert beides zur Bearbeitung durch das Personal.

Die KI-Sekretärin ist kein Medizinprodukt und dient nicht der Diagnose, der Symptombewertung, der Dringlichkeitsbewertung, der Entscheidung über Leistungsansprüche oder der medizinischen Beratung.

Wir bauen keine Funktion, die anrufende Personen anhand von Symptomen an Fachrichtungen verweist, ohne zuvor eine dokumentierte regulatorische Prüfung durchzuführen.

8. Ein Problem melden

Wenn die KI in Quanty falsch geantwortet hat, ihre Rolle verlassen hat oder sich zweifelhaft verhalten hat, schreiben Sie an dawid@pluscode.io. Nennen Sie Datum, Organisation und, wenn möglich, den Gesprächsausschnitt oder die Kennung des Anliegens.

Sicherheitsmeldungen behandeln wir wie unter /security beschrieben.

Meldungen zum Verhalten des Telefonassistenten behandeln wir vorrangig; sie können dazu führen, dass der betreffende Assistent bis zur Klärung pausiert wird.

9. Was wir nicht behaupten

Wir behaupten nicht, „KI-Verordnungs-konform“ zu sein. Für Systeme nach Art. 50 existiert keine Zertifizierung. Wir beschreiben, was wir tun.

Wir behaupten nicht, dass die Verarbeitung in der KI-Sekretärin ausschließlich in der Europäischen Union stattfindet.

Wir bezeichnen uns nicht als Partner eines Modellanbieters.

10. Änderungen

Einen Wechsel des Modellanbieters oder eine wesentliche Änderung des Assistentenverhaltens halten wir hier fest und, soweit es die Unterauftragsverarbeitung betrifft, unter /subprocessors.

Maßgeblich ist die polnische Fassung.